Steckdosen mit erhöhtem Berührungsschutz sind immer sinnvoll. Durch einen sogenannten Shutter sind die stromführenden Buchsen der Steckdose verschlossen, wenn kein Stecker eingesteckt ist.

Jedoch ist die Verwendung von geklebten Zubehörartikel absoluter Murks und brandgefährlich.
Es sind nur die flachen, scheibenartigen Einsätze gemeint, die eingeklebt werden.

Die zusätzlichen Kunststoffeinsätze verringern die Kontaktfläche der Steckerstifte mit den Buchsen der Steckdose.
Die Stecker können nicht mehr vollständig eingesteckt werden.
Man schafft sich so eine potenzielle Schmorstelle.

Wird an so einer Steckdose ein Heizlüfter betrieben, wird durch den schlechten Kontakt die Steckdose heiss.
Im besten Fall verschmort nur die Steckdose mitsamt Stecker, im schlechtesten Fall wird ein Brand ausgelöst.
Zudem wird die Steckdose unzulässig verändert. Das wird dann bei einem Schadensfall relevant.

Deswegen gibt es nur zwei akzeptable Lösungen:

Abdeckungen mit werkseitig eingebautem Schutz. Bei Steckdosen deutscher Markenherstellern ist immer eine solche Version verfügbar.
In fast allen Fällen können bereits verbaute Steckdosen nachgerüstet werden, ohne diese ausbauen zu müssen.
Vorteile: professionell, sicher, stört nicht das Erscheinungsbild

Beispiel Fabrikat Gira:
Nachrüstlösungen, bei denen die Steckersperre entfernt werden muss, bevor eingesteckt werden kann.
Dies sind haubenförmige Kunststoffkappen, die mithilfe einem Schlüssel oder den Steckerstiften in die Steckdose gesteckt & entfernt werden.
Vorteile: passt in jede Schukosteckdose, portabel

Beispiel:

 

Praxistip vom Profi: auch wenn Sie auf den erhöhten Berührungsschutz im Gebäude verzichten wollen, so ist dieser für Steckdosen im Aussenbereich auch aus anderen Gründen sinnvoll. Da die Kontaktlöcher bei Nichtbenutzung geschlossen sind, ist dies, neben dem obligatorischen Klappdeckel, eine weitere Hürde gegen das Eindringen von Schmutz und Insekten in das Steckdoseninnere.